Meine Multiband EFHW Antenne
Die wichtigsten Vorteile EFHW sind für mich:
- Schneller Aufbau: Benötigt meist nur einen Aufhängepunkt – ideal für Portabelbetrieb (SOTA/POTA) und kleine Grundstücke.
- Multiband-Betrieb: Als EFHW-Antenne automatisch resonant auf mehreren Bändern, ganz ohne komplizierte Sperrkreise (Traps).
- Praktischer Speisepunkt: Der Anschluss (z. B. 1:49 UnUn) liegt am Boden bzw. Ende der Antenne, was die Kabelführung und Montage enorm erleichtert.
- DX-tauglich: Lässt sich einfach vertikal an einem GFK-Mast spannen, perfekt für Weitverkehrsverbindungen.

- Draht für Strahler: ~40,5m (~20,5m, bei Bedarf mit Verlängerungsspule für 80m)
- Draht für Radiale: 5–8 m, 1–3 Stück (oder mehr direkt am Unun)
- Verlängerungsspule (ca. 110 µH bei Bedarf für 80m)
- 49:1 Unun (Anpassung)
- 1:1 Choke (Mantelwellensperre)
- Montagematerial (Isolatoren, Paracord, Umlenkrolle, Kabelbinder etc.)
- 50Ω Koaxialkabel (nach Bedarf)
- Stehwellenmessgerät oder NanoVNA (zum Anpassen der Antenne)

Nicht genug Platz für lange Radiale?
- Kürzere Radiale verwenden
- Radiale gefaltet verlegen
- Länge: auch 1–3 m kurze Radiale helfen HF-Mantelwellen zu reduzieren
- Mehrere Stück wenn an verschiedenen Winkeln verbessert sich die Antennenwirkung
- Effekt: Das SWR kann höher sein, aber die Antenne funktioniert trotzdem
- Achtung: keine Kreuzungen direkt über dem Boden
Eine EFHW-Antenne (End-Fed Half-Wave) muss nicht zwingend gerade hängen.
Sie kann durchaus in einem „ZickZack“ oder leicht gebogen aufgehängt werden, solange einige Punkte beachtet werden:
Sie kann durchaus in einem „ZickZack“ oder leicht gebogen aufgehängt werden, solange einige Punkte beachtet werden:
- Gesamtlänge bleibt gleich: Die elektrische Länge der Antenne muss genau der halben Wellenlänge des Betriebsfrequenzbandes entsprechen. Biegungen ändern diese Länge nicht, solange das Kabel nicht stark geknickt oder abgeklemmt wird.
- Keine sehr enge Knicke: Scharfe 90°-Winkel oder enge Schlaufen können die Impedanz verändern und lokale Spannungen im Kabel erzeugen, was das SWR verschlechtert. Ein sanftes „ZickZack“ ist unproblematisch.
- Abstand zu leitenden Objekten: Vermeide es, dass die Antenne dicht an Metall oder stromführenden Leitungen verläuft, da dies das Strahlungsmuster und die Impedanz beeinflussen kann.
- Höhe und Lage: Je höher sie hängt, desto besser die Abstrahlung, besonders bei niedrigen Frequenzen. Ein ZickZack verlegt in der Höhe kann trotzdem effektiv sein, nur die Richtwirkung kann leicht verändert sein.
Kurz gesagt: Gerade ist optimal, aber ein ZickZack ist technisch völlig in Ordnung und praktisch oft nötig, z. B. in Gärten oder städtischen Umgebungen.