RemoteTX – meine Erfahrungen nach rund acht Wochen
Seit etwa acht Wochen setze ich RemoteTX zur Fernsteuerung meines Yaesu FT-991A ein. Zeit also für ein erstes kleines Resümee aus der Praxis.
RemoteTX ist eine SaaS-Lösung (Software as a Service) des gleichnamigen, in den USA ansässigen Entwicklers und Serviceanbieters. Die Idee dahinter ist recht einfach: Der eigene Transceiver kann über das Internet praktisch von überall aus bedient werden – vom PC ebenso wie vom Smartphone oder Tablet.
Was wird benötigt?
In meinem Fall ist ein Raspberry Pi über USB mit dem Yaesu FT-991A verbunden. Eine statische öffentliche IP-Adresse ist für den Remotezugriff nicht erforderlich. Die notwendige Verbindung wird über die RemoteTX-Infrastruktur hergestellt, der eigentliche Zugriff auf den Transceiver erfolgt bequem über einen Webbrowser.
RemoteTX wird im Abonnement angeboten. Zum Zeitpunkt meines Tests kostet die Lizenz:
- 6 Monate: 40 US-Dollar
- 12 Monate: 70 US-Dollar
Damit hält sich auch der finanzielle Aufwand für eine komplette Remotelösung durchaus in Grenzen.
Unterstützte Transceiver
Derzeit unterstützt RemoteTX unter anderem folgende Geräte:
- Icom IC-7100 (HF/VHF/UHF)
- Icom IC-7200
- Icom IC-7300
- Icom IC-7300 mit Scope
- Icom IC-7300MK2
- Icom IC-7610
- Icom IC-7610 mit Scope
- Icom IC-705 mit Scope (nur HF)
- Yaesu FT-991/A (HF/VHF/UHF)
- Yaesu FT-710 mit Scope
- Elecraft KX2 und KX3
- Elecraft K3/S
Darüber hinaus wird einiges an zusätzlicher Hardware unterstützt, beispielsweise VFO-Regler, Antennenschalter und Rotorsteuerungen. Damit lässt sich RemoteTX auch zu einer umfangreicheren Remote-Station ausbauen.
Und wie funktioniert es in der Praxis?
Erstaunlich gut.
Die Bedienoberfläche der FT-991A-Version besitzt auf den ersten Blick zwar ein wenig den optischen Charme eines IT-Programms aus den 70er-Jahren. 😉 Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen.
Für mich wesentlich wichtiger: Die Sache funktioniert.
In meinen bisherigen rund acht Wochen Betrieb lief RemoteTX sehr stabil und ohne nennenswerte Verzögerungen. Das gilt sowohl für die Bedienung vom PC als auch über mobile Geräte wie Smartphone und Tablet.
Die Oberfläche der Icom-Versionen wirkt im Vergleich etwas moderner und aufgeräumter. Bei entsprechend unterstützten Icom-Geräten steht außerdem eine Scope-/Wasserfalldarstellung zur Verfügung.
Genau hier liegt für mich auch einer der wenigen Wermutstropfen beim FT-991A: Dessen Wasserfalldarstellung wird von RemoteTX leider nicht unterstützt. Das wäre eine Funktion, die ich mir für die Zukunft durchaus wünschen würde.
Mein Fazit
Nach rund acht Wochen praktischer Nutzung fällt mein Fazit ausgesprochen positiv aus.
RemoteTX ist eine unkomplizierte, stabile und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, ausgewählte Transceiver von Yaesu, Icom und Elecraft remote zu betreiben.
Wer keinen Wert auf eine hochmoderne Benutzeroberfläche legt, sondern in erster Linie eine Lösung sucht, die zuverlässig funktioniert, sollte sich RemoteTX meiner Meinung nach durchaus näher ansehen.
Für meinen Yaesu FT-991A jedenfalls hat sich die Lösung im Alltag bewährt – und genau das ist letztlich das Entscheidende.
Link: https://remoteTX.net
